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Trotz der 57:67-Niederlage ist die Stimmung im Lager der Wiha Panthers VS deutlich besser. Die Niederlage beim Tabellendritten BIS Baskets Speyer brachte viele positive Erkenntnisse, zu viele einfache Fehler in der Offensive verhinderten hingegen, dass die reelle Siegchance letztlich nicht genutzt werden konnte.
Die Defensivleistung der Panthers war dagegen herausragend. Sicher liegt der Maßstab gemessen an den Leistungen der letzten zwei Jahre nicht sonderlich hoch, aber es ist dennoch beachtenswert, dass dem Gegner endlich mal wieder durch dauerhaft aggressive Defense zugesetzt werden konnte. 11 Steals waren die Belohnung und in vielen weiteren Angriffen reichten Speyer die 24 Sekunden für den Angriff nicht aus. Erster Kritikpunkt war hingegen, dass man aus den 11 Steals viel zu wenig machte. Zwar schalteten die Panthers schnell auf Fastbreak um, jedoch wurde der Korb nicht immer konsequent attackiert und in fünf Situationen wurde der Korbleger einfach verlegt. Weiteres Manko war das Setplay in der Offensive. Neuzugang Aaron Ellis fügte sich zwar gut ein und hatte bereits erstaunlich gute Bindung zum Spiel, aber dennoch waren Abstimmungsprobleme in der Spielanlage unübersehbar. Der Ball zirkulierte zwar viel, aber die Genauigkeit, die erforderlich wäre, um freie Würfe zu bekommen, fehlte häufiger. A propos Würfe: die Dreierquote war trotz dreier Treffer von Milos Varagic wieder ausbaufähig. Dies gab Speyer die Möglichkeit, tief zu stehen und eine enge Zone zu spielen, die es den Panthers schwer machte, Zug zum Korb zu entwickeln. Nils Mühlenfeld versuchte es zwar mehrfach, wurde dann aber mit zwei, drei Gegenspieler zugestellt. Beim anschließenden Zuspiel nach draußen fehlte dann oft die Präzision. Panthers-Coach Josip Brkic sieht hier Verbesserungsbedarf: „Wir müssen mehr Zug zum Korb entwickeln, wir sind hier oft noch zu zögerlich“. Speyer verteidigte demgegenüber hervorragend. Die Truppe um den überragenden Verteidiger Jay Thomas benötigte wenig Fouls, in der Offensive hatten sie mit Benjamin Kaufhold und vor allem den herausragenden Center Robin Gieseck absolute Topspieler. Hinsichtlich des Spielverlaufs kosteten den Panthers zwei Schwächephasen das Spiel: Ende des zweiten Viertels kassierte man einen 10:0-Run von 23:21 auf 23:31, im dritten Viertel lief es am Ende ähnlich: der Rückstand wuchs auf 16 Punkte an. Positiv war, dass die Panthers trotzdem nie aufsteckten und sich auf 5 Punkte herankämpften. Der anschließende Dreier von Milan Obradovic, der sich wie Ellis gut einfügte, fiel nicht, ansonsten wäre ein Comeback sogar möglich gewesen. So konnte Speyer das Spiel letztlich verwalten und dank größerer Cleverness verdient gewinnen. Am Ende überwiegt bei den Panthers das Positive: „Mit einer solchen Leistung sollten wir gegen Saarlouis gute Chancen auf einen Sieg haben“, so Josip Brkic. „An der Integration der neuen werden wir in der nächsten Woche weiter arbeiten und weitere Fortschritte machen“. Auch Gästetrainer Carl Mbassa hatte lobende Worte übrig: „Ich glaube mit dieser Truppe jetzt haben die Panthers eine Basis, um wieder Spiele gewinnen zu können. Da ist wieder Leben drin“. Sein Wort in Gottes Ohr. Für die Panthers spielten: Milos Varagic (19 Punkte / 6 Rebounds / 2 Assists), Aaron Ellis (18/7/5), Tomislav Topic (7/6/0), Nils Mühlenfeld (5/11/3), José Asensio Lopez (3/0/0), Ronny Weihmann (2/4/3), Julian Sharma (2/5/1), Milan Obradovic (1/3/1), Daniel Piovano (n.e.)
Matthias Busse Pressesprecher Wiha Panthers VS |